Im Rahmen unseres ENL-Projektes „Auenreaktivierung Saale um Orlamünde” hat die Technische Universität München (TUM) zwei mehrtägige Untersuchungen an der Saale, der Orla und der Alten Saale durchgeführt. Jeweils im Mai und im August hat das Team von Dr. Joachim Pander die Gewässer elektronisch befischt und so den vorhandenen Fischbestand erfasst. Außerdem wurde geschaut, welche Fischnährtiere vorhanden sind und wie es sich um die abiotischen Parameter, z. B. Sauerstoffgehalt, Temperatur und pH-Wert, bei unterschiedlichen Stellen und Wassertiefen verhält. Weiterhin wurden Proben vom Gewässergrund genommen.

Und was ist bisher dabei rausgekommen? Was die Fischfauna anbelangt, ein sehr differenziertes Bild: „Während in der Orla nach unserer Einschätzung eine natürliche Fischartengemeinschaft existiert, mit erfreulich viel Aufkommen von kleinen Barben, Bachforellen und Elritzen, stellt sich das für die Saale etwas anders dar. Hier würde man eine durchaus reichhaltigere Artengemeinschaft erwarten als wir sie angetroffen haben‟, lautet das Zwischenfazit von Dr. Pander. Für die Alte Saale wiederum sind die Ergebnisse sehr ernüchternd. Dort hat er mit seinem Team „eine stark verarmte Fischartengemeinschaft vorgefunden, welche hauptsächlich aus Stichlingen und einzelnen Hechten besteht. Auch im Vergleich zu den Befischungen vor zwei Jahren kann man sagen, dass hier die Artenvielfalt weiter stark abgenommen hat‟, so der Wissenschaftler.









Damit sich dieser Zustand in der Alten Saale positiv verändert, wollen wir den Altarm wieder an die Saale anbinden. Ein weiterer Meilenstein zur Erreichung dieses Ziels wurde Ende Oktober 2025 erreicht. Von einer Fachfirma wurde die Alte Saale an relevanten Punkten vermessen, um den Baustart der Wiederanbindung an die Saale im kommenden Jahr zu ermöglichen.
